2 Jahre Männerherz

Am 19. Mai 2015 veröffentlichte ich den ersten Beitrag auf Männerherz. Zeit für eine Zwischenbilanz – oder eine Standortbestimmung, wie das meine Partnerin nennen würde. „Start in ein Abenteuer“ habe ich diesen Blogbeitrag überschrieben. Ein bisschen Abenteuer war das schon. Zunächst war der Wunsch zu den Themen Bewusstheit und Achtsamkeit zu schreiben und vor allem Männer zu ermuntern, sich diesen Fragen zu stellen und auch dazu zu stehen. Es war mir ein Bedürfnis, etwas für Männer zu tun. Und dafür musste ich mich konsequenterweise auch zu diesen Aussagen und Themen bekennen. Nachdem ich mich zuerst noch als Person nicht zu erkennen gegeben hatte, folgte dieser logische Schritt schon bald. Ich gab mich also mit Name und Bild zu erkennen und stellte auch die Verbindung zu meiner beruflichen Identität und das entsprechende Blog her. Schon ein bisschen abenteuerlich…

In einem Seminar anfangs Mai 2015 entstand dieser Gedanke, etwas für Männer und ihr Bewusstsein tun zu wollen. Die Umsetzung in Form eines Blogs war am selben Wochenende geklärt. Nun, nach zwei Jahren, wage ich einen Blick auf das Erreichte und das Nicht-Erreichte.

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Zunächst zur Ausstrahlung. WordPress liefert schön brav die Statistiken des Blogs, ebenso Facebook, wo alle Beiträge ebenfalls veröffentlicht werden. Diesen Angaben entnehme ich, dass ein Beitrag im Blog recht viele Menschen (mehrere hundert) erreicht und dass einige darauf reagieren. Dafür möchte ich mich von Herzen bedanken!

Was mir dabei auffällt: die Mehrheit der Personen, die Männerherz folgen sind Frauen. Das überrascht mich nicht wirklich, steht aber etwas im Gegensatz zur eigentlichen Absicht. Die Männer sind also noch in der Minderheit. Wie kann ich sie besser erreichen? Ich werde mit diesem Beitrag einmal gezielt Männer einladen über die sozialen Netzwerke. In der realen Welt angesprochen haben mich auch hauptsächlich Frauen auf mein Blog. Ich denke, dass wir Männer uns nach wie vor etwas schwertun, uns dazu zu bekennen, dass diese Themen uns auch bewegen. Wobei sich Frauen meiner Wahrnehmung nach schon häufiger mit spirituellen Themen befassen. Liebe Frauen, das ist wunderbar. Ihr helft mir aber schon dabei, Männer zu aktivieren?

Ich habe mit einem Freund besprochen, dass wir auch mal ein Treffen in der Natur mit Männern organisieren wollen. Das ist eine Aktivität, die wir dieses Jahr umsetzen wollen. Und das wäre dann eine gewisse Erweiterung von Männerherz – nicht nur Texte schreiben, sondern sich auch real treffen und miteinander reden. Na, wäre das was für Dich?

Und was hat das Ganze mit mir gemacht? Die Publikation von Texten ist nur die eine Seite der Medaille. Klar, Texte sollen gelesen werden. Dazu werden sie veröffentlicht. Aber Texte wollen zuerst geschrieben sein. Und das hat dann einzig mit mir zu tun. Ich nehme ein Thema auf, setze mich hin und tippe meine Gedanken in die Tasten. Zuerst braucht es also diesen Impuls. Ein Thema, ein Ereignis, ein Gefühl, das mich anspricht. Dann geht es meistens direkt auf WordPress. Gerade jetzt sitze ich im Zug und tippe den Text in ein Worddokument, da ich keine ständige Internet-Verbindung habe. Aber sonst geschieht das meistens ganz direkt in WordPress. Wenn ich beginne, weiss ich noch nicht, wohin die Reise führt. Ich starte beim ersten Impuls, und dann fliesst es meistens einfach so. In wenigen Minuten steht ein Text, den ich manchmal noch etwas ergänze oder überarbeite. Aber er muss nicht perfekt sein. Es kommt noch ein Bild dazu, meist ein aktuelles Naturfoto, und dann wird der Beitrag veröffentlicht. Die Beiträge kommen also mehr aus dem Bauch (oder Herzen) als aus dem Kopf.

Und welche Themen haben mich in diesen zwei Jahren beschäftigt? Es sind einige Grundthemen, die aus verschiedenen Anlässen und unter verschiedenen Aspekten angesprochen werden: Bewusstheit, Achtsamkeit, nicht im aussen suchen, Herz statt Verstand. Das Ego in seinen Facetten hat mich schon mehrfach beschäftigt. Bewusstheit und Achtsamkeit in der Partnerschaft und im Beruf ebenso. Leben im Jetzt! Meditation. Loslassen, Dankbarkeit, Glücklichsein. 10 Regeln zum Glück habe ich einmal aufgestellt. Viel über Naturerlebnisse geschrieben und über Väter und Söhne, über Mann und Frau, über Sexualität und Beziehungen. Das Formulieren hat mir geholfen, mir in meinen Gedanken und Überzeugungen sicherer zu werden. Hinzustehen und all dies öffentlich zu machen, hat mich ebenfalls bestärkt.

Wenn ich die älteren Beiträge aufrufe, denke ich manchmal, damit hätte ich bald alles gesagt. Was gibt es mehr zu sagen, als dass wir im Moment leben müssen, dass wir alles in uns haben und das Glück nicht im Aussen suchen sollen, dass wir unserem Herz folgen sollen? Ich habe das alles vor genau einem Jahr in den 10 Regeln zum Glück beschrieben:

Regel Nummer 1: Lebe im Jetzt

Regel Nummer 2: Der Weg führt nach innen

Regel Nummer 3: Erkenne dich selbst

Regel Nummer 4: Sei Achtsam

Regel Nummer 5: Selbstliebe ist der Schlüssel

Regel Nummer 6: Das Leben ist dein Lehrer

Regel Nummer 7: Dein Leben ist wertvoll

Regel Nummer 8: Du bist mit allem verbunden

Regel Nummer 9: Lebe deine Vision

Regel Nummer 10: Folge keinen Regeln

Einmal hat sich ein Mann bei mir gemeldet, der schrieb, er hätte etwas zum Thema Loslassen gesucht und sei auf einen Beitrag von mir gestossen, der ihm sehr geholfen habe. Diese eine Rückmeldung ist für mich eigentlich schon genug „Wirkung“ meines Blogs. Wenn dann noch der eine oder die andere auf ihrem Weg zu sich selbst bestärkt fühlt oder dazu ermuntert wird, ist es umso schöner.

Also, ich freue mich weiterhin über alle Rückmeldungen. Ihr dürft mich auch gerne ansprechen oder anschreiben (info@maennerherz.ch), wenn euch ein Thema angesprochen hat ;-). Oder den Beitrag teilen, liken und kommentieren. Herzlichen Dank!

2 Gedanken zu “2 Jahre Männerherz

  1. Servus, es ist toll in der Natur zu sein. Zu erfassen was auf evolutionärem Weg zu stande kam und was ich dank meiner Interessen und Erfahrungen wahrnehme und ablehnen darf. Ich wäre erstaunt gewesen wenn ein Blog wie dieser ohne Tolle (Jünger des ,,Ein Kurs in Wundern“) und Gott ausgekomen wäre. Mann sein und das ganze ist auch als Atheist sehr anregend. Habe leider zu viele Esoteriker erleben müssen. Tolle, Dahlke, Betz, buddhistische Verklärungen, etc. Ich bin bei Schmidt-Salomon und Richard Dawkins gelandet. Diese Seite mal betrachten ist sehr anregend. Das Leben ist. Dies-seitig.

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  2. Eine immerwährende Frage, weshalb wir Männer uns mit Achtsamkeit, Körperwahrnehmung und Entspannung schwerer tun als Frauen. Da ist natürlich die Erziehung und dass wir mit der Zeit bestimmte „klassisch männliche“ Vorbilder verinnerlichen. Und ins Schwanken kommen, wenn wir merken, dass wir sie nicht umsetzen können. Wenn wir dann Probleme mit uns selbst bekommen, nutzen wir sie traditionell nicht, um an uns zu arbeiten (wie z.B. meistens Frauen), sondern ziehen unser Ding durch, bis es richtig kracht! Und auch das ist wieder typisch männlich! Ich musste das auch erst vor einigen Jahren lernen, natürlich von meiner Frau! Herzlichen Glückwunsch zum 2jährigen Rudolf!

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