Mann werden in der Manngeburt

Männerherz trifft Männerwelten: Das war eine wunderbare Begegnung mit Hannes Hochuli, der seit Sommer 2015 das Blog Männerwelten betreibt. Wie viele Parallelen und Anknüpfungspunkte gab es da für unseren ersten Austausch! Konkret ging es um ein neues Angebot, nämlich die Manngeburt. Wir waren uns einig, dass der Begriff für Schweizer (Männer)Ohren ziemlich krass klingt. Aber ich musste nicht gross überzeugt werden, wie wichtig und sinnvoll dieser Prozess der Mannwerdung ist.

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2 Jahre Männerherz

Am 19. Mai 2015 veröffentlichte ich den ersten Beitrag auf Männerherz. Zeit für eine Zwischenbilanz – oder eine Standortbestimmung, wie das meine Partnerin nennen würde. „Start in ein Abenteuer“ habe ich diesen Blogbeitrag überschrieben. Ein bisschen Abenteuer war das schon. Zunächst war der Wunsch zu den Themen Bewusstheit und Achtsamkeit zu schreiben und vor allem Männer zu ermuntern, sich diesen Fragen zu stellen und auch dazu zu stehen. Es war mir ein Bedürfnis, etwas für Männer zu tun. Und dafür musste ich mich konsequenterweise auch zu diesen Aussagen und Themen bekennen. Nachdem ich mich zuerst noch als Person nicht zu erkennen gegeben hatte, folgte dieser logische Schritt schon bald. Ich gab mich also mit Name und Bild zu erkennen und stellte auch die Verbindung zu meiner beruflichen Identität und das entsprechende Blog her. Schon ein bisschen abenteuerlich… Weiterlesen

Erwachte Beziehungen

 

Die Form unserer Beziehungen – ich meine die Liebesbeziehungen, Partnerschaften – hat einen grossen Einfluss auf unser Leben. Und wie wir unsere Beziehungen leben, ist direkt abhängig von unserem Bewusstsein. In unseren engen Partnerschaften (auch in der Familie) äussern sich unsere Themen, hier reiben wir uns – und hier können wir uns entwickeln.

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Vom männlichen und weiblichen Prinzip

Das waren nährende, wundervolle Ferientage auf Kreta, die ich mit meiner Partnerin geniessen durfte. Wir konnten so richtig ausspannen bei schönen Wanderungen, beim Baden und Sonnenbaden am Strand, gutem Essen und vielen Gesprächen. Da ich mir das Buch von Thich Nhat Hanh „Wie Siddhartha zum Buddha wurde“ auf mein Tablet geladen und mitgenommen hatte, begleitete uns die Geschichte Buddhas die ganze Woche. Vor diesem Hintergrund beschäftigte mich das Thema vom männlichen und weiblichen Prinzip (wieder einmal). Weiterlesen

Trau dich!

Im Tages-Anzeiger habe ich ein Interview mit Thomas Meyer gelesen, der an einem Buch mit dem Arbeitstitel „Trennt euch!“ arbeitet und meint, dass die meisten Paare nur aus Feigheit zusammenblieben und es für alle besser wäre, wenn sie sich trennen würden. Ich möchte diesen Gedanken aufgreifen und ihn weiterführen: denn eigentlich geht es darum, dass man den Mut findet, etwas Neues zu beginnen. Deshalb sage ich: Trau dich! Weiterlesen

echtes Interesse

Mein Sohn hat mir neulich etwas sehr Schönes gesagt: Er würde sich wieder richtig für andere Menschen interessieren. Er habe das in letzter Zeit etwas vernachlässigt, merke aber wie wichtig ihm das sei. Viele würden bloss über Äusserlichkeiten und Oberflächliches reden, aber wenn er schon jemanden treffe, dann möchte er mehr als das und sich wirklich mit dem Gegenüber austauschen. Ist das nicht wunderbar?

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Bedürftigkeit

In einem spannenden Interview im Tages-Anzeiger sagt Domina Karolina Leppert, dass die Männer bedürftig seien und sich selbst klein machten. „Er ist bedürftig, er weiss es nur nicht.“ Sie bezieht sich hier auf die konkrete Situation, wenn der Mann seine Dominanzwünsche bei einer Prostituierten auslebt. Aber ich finde, sie spricht hier etwas sehr Grundsätzliches an, das nicht nur in dieser speziellen Situation zum Ausdruck kommt. Wir (Männer) sind bedürftig, aber wir wissen es nicht. Und wir machen uns dadurch klein.

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Freiheit und Verbindlichkeit

Auf den ersten Blick sehen Freiheit und Verbindlichkeit wie ein Gegensatzpaar aus. Freiheit und Verbindlichkeit – geht das denn zusammen? Ist man nicht entweder frei oder gebunden? Ich empfinde aber diese beiden Aspekte als eine wichtige (wenn nicht die wichtigste) Grundlage für eine bewusste Beziehung. In meiner Partnerschaft habe ich das Glück diese zwei Elemente erfahren und geniessen zu können.

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Das Leben als Lehrer

Im Tagesanzeiger hat der ehemalige Chefredaktor Res Strehle (im Nachspann heisst es: „Das Amt lehrte ihn Gelassenheit“) einen Bericht über einige streitbare Zeitgenossen veröffentlicht, die er heute als überraschend gelassen und ruhig erlebte.

Plötzlich diese Gelassenheit – Vergessen Sie die Ratgeber. Gelassenheit lernt man von Zeitgenossen, die einst tobten und heute unerwartet zur Ruhe fanden.

Es ist spannend, wie Res Strehle aufgrund seiner persönlichen Beobachtungen feststellt, dass diese ehemals empfindlichen und mit harten Bandagen kämpfenden Prominenten durch persönliche Schicksale und einschneidende Erlebnisse im etwas fortgeschritteneren Alter dann plötzlich ruhig und gelassen werden. Was der Journalist eher staunend zur Kenntnis nimmt, ist ein wichtiger Grundsatz: das Leben ist unser bester und wichtigster Lehrer.

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