3 Jahre Männerherz

Drei Jahre schon ist das her, seit ich mit diesem Blog gestartet bin? Erst drei Jahre ist es her, dass ich diesen Entschluss gefasst und mit meinen Gedanken an die Öffentlichkeit getreten bin? Erst? Schon? Zeit ist relativ, wie immer. Männerherz ist mittlerweile ein selbstverständlicher Teil von mir, so dass es mir viel länger vorkommt. Das heisst, ich kann mir die Zeit davor kaum mehr vorstellen. Andererseits gibt es auch das Gefühl, dass ich doch gerade erst angefangen habe. Und nun sind schon drei Jahre ins Land gezogen. Zeit für eine Standortbestimmung, würde meine Liebste sagen.

Standortbestimmung? Schon wieder? Haben wir doch erst gerade gemacht – vor einem Jahr… Tatsächlich gibt es einen Blogbeitrag zum einjährigen und einen zum zweijährigen Jubiläum. Nach dem ersten Jahr zog ich Bilanz mit einer Reihe „10 Regeln zum Glück“, in der ich die Kernaussagen meiner Beiträge zusammengefasst habe. Nach zwei Jahren fasste ich zusammen, wie ich die Wirkung meines Blogs einschätzte und kündigte an, dass ich gerne einen Schritt weiter gehen würde, indem ich von der virtuellen in die reale Welt wechseln und einmal ein Treffen mit Männern organisieren möchte. Das, was ich damals vor hatte, zerschlug sich zwischenzeitlich. Doch Ende 2017 meldete sich Hannes von Männerwelten bei mir, und da nahm dieses Vorhaben plötzlich Gestalt an. Ich habe mich entschieden, selbst einen Schritt weiter zu gehen und mich auf den tiefgehenden Prozess Manngeburt einzulassen. Da bin ich mittlerweile dran, und es fühlt sich grossartig an. Und ja, in 10 Tagen starte ich mit Hannes zusammen das nächste Abenteuer (in Anspielung an meinen ersten Blogbeitrag „Start in ein Abenteuer„): Wir führen das Seminar „Männer 2.0“ durch, das wir dem Thema Rollen gewidmet haben.

Es hat sich vieles entwickelt und verändert – bei mir auch die berufliche Situation. Ich habe mich hier entschieden, Verantwortung zu übernehmen. Und es fühlt sich auch nach 9 Monaten immer noch sehr gut an. Ich kann mich mit meinen Fähigkeiten, Erfahrungen und mit meinem Bewusstsein einbringen und habe viel Gestaltungsmöglichkeit. In meiner Beziehung bin ich glücklich, gerade auch, weil meine Geliebte die Entwicklung bedingungslos mitträgt. Und was gibt es Schöneres, als sich gemeinsam und einzeln weiterzuentwickeln?

Etwas ist über die Jahre allerdings gleich geblieben: Männer sind nach wie vor seltene Exemplare in diesem Biotop. Dank der Manngeburt erlebe ich wunderbare Männer – so verschieden, so kraftvoll, so einfühlsam, so dominant, so lieb, so aggressiv, so klug, so bodenständig, so voller Energie und Tatkraft und doch so zweifelnd und verletzlich. Ich will also nicht klagen, denn das ist eine grossartige Erfahrung und es sind wunderbare Begegnungen. Es stärkt mich als Mann enorm, diese Kraft zu fühlen, diese Bruderschaft. Ich finde es aber schon etwas verrückt, dass irgendwie alle Frauen, denen ich davon erzähle, das total gut finden und genau verstehen, weshalb das jedem Mann gut tun würde. Dass aber die Männer tendenziell vornehm abseits stehen. Keine Zeit! Andere Sorgen! Nicht für mich! Lieber Mann, muss zuerst deine Beziehung in die Brüche gehen? Muss du zuerst krank werden oder den Job verlieren? OK, so ist das Leben: Es wird dafür sorgen, dass du erkennen darfst, dass du dich in eine Sackgasse manövriert hast. Dass du im Materiellen kein Glück findest. Dass du dein Glück nicht in Abhängigkeit von anderen erlangen kannst. Und dass du dich mit deinem Mann-Sein befassen darfst, um aus alten Mustern auszubrechen. Der Weg führt nach innen (zum Herz) und nach unten (zu den Verletzungen, ins Unbewusste). Letzteres ist für mich eine neue Dimension, in die ich über die Manngeburt eingetreten bin. Hier wühle ich mich jetzt durch den Schlamm, wortwörtlich in der Schwitzhütte, sinnbildlich im ganzen Prozess. Ich lade dich ein, mir dabei im Blog zu folgen – und nicht nur darüber zu lesen, sondern es auch selbst zu erleben.

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