Start in ein Abenteuer

Seit einigen Jahren (genau genommen seit August 2011) bin ich bewusst auf diesem Weg. Ich ahnte damals schon, dass die Söhne Mannheims wohl Recht hatten: „dieser Weg wird kein leichter sein. Dieser Weg ist steinig und lang.“ Als ich den Song im September 2011 auf der Terrasse eines Bergrestaurants hörte, liefen mir die Tränen nur so runter. Die schöne und etwas traurige Wahrheit berührte mich sehr.

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Ein steiler Weg, aber schön: Abstieg von der Belchenfluh Richtung Olten

Dieser Weg hat mich also hierher geführt, auf und ab, mit Umwegen und in Sackgassen. Aber ich möchte keinen Schritt missen, denn jeder einzelne war und ist wichtig. Letzte Woche hatte ich einen Gedanken, eigentlich war es eine Vision. Während ich meditierte wurde mir klar, dass ich es auf diesem Weg zu mir selbst meistens mit Frauen zu tun habe. Nicht dass mich das stört. Aber mir wurde bewusst, dass die Männer dabei sind, eine grosse Chance zu verpassen. Es sind vor allem Frauen, die fühlen, dass da mehr sein muss als unser täglicher Krampf in Familie, Partnerschaft und Beruf. So war es auch bei mir. Meine damalige Ehefrau fühlte dieses Sehnen nach mehr und begann zu suchen. Die Aufgabe als Mutter hatte sie lange Zeit erfüllt, dann erschöpft. Die Beziehung zum Ehemann funktionierte nach aussen gut, aber erfüllte nicht mehr. Die lange Suche nach dem Mehr, nach tief empfundenen Glück und innerem Frieden begann. Wir entfremdeten uns immer mehr. Zum einen verstand ich nicht, was da passierte und zum andern wurde ich irgendwie von diesem Bereich fern gehalten, was in mir Ängste auslöste. Als ich schliesslich verstand (im Kopf), worum es ging, erklärte ich, dass ich es mir leider momentan nicht leisten könne, meine Arbeit zugunsten von meditativen Auszeiten und Kursen zu vernachlässigen. Und schliesslich war diese Arbeit ja der Unterhalt der  Familie. Also bitte etwas mehr Dankbarkeit und Anerkennung für diese Aufopferung…

Und so, denke ich, geht es auch heute noch vielen Männern: sie sind in erstarrten Strukturen in Beruf, Familie und Partnerschaft gefangen. Sie funktionieren bis zum Zusammenbruch, aber bis dahin beissen sie auf die Zähne. OK, manchmal gönnen sie sich etwas Ablenkung, Entspannung, kleine Fluchten. Oder vielleicht holen sie sich die vorenthaltene Bestätigung, immer noch begehrens- und liebenswert zu sein, ausserhalb der Partnerschaft.

Dabei gibt es in Wirklichkeit nur eine Richtung, den Weg zu sich selbst. Wir dürfen diesen Weg jetzt einschlagen. Familie, Beruf und Partnerschaft werden schliesslich auch davon profitieren. Wenn wir uns zunächst um uns selbst, um unser inneres Ich (das Ich-Bin) kümmern, uns selbst erkennen und würdigen, wird sich dies auch auf unsere Umwelt übertragen. Wir können den Schmerz überwinden, alte Muster loslassen und unsere wahre Bestimmung finden. Darüber werde ich hier schreiben.

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