von Männern und Frauen

Nach meinen ersten Aktivitäten als Männerherz ist mir aufgefallen, dass vorwiegend Frauen auf mein Bekenntnis zu einem spirituellen Weg und die Bereitschaft darüber zu schreiben reagiert haben. Sei es in den Kommentaren zum Blog oder mit Likes auf Facebook oder in persönlichem Feedback. Es überrascht mich nicht, sondern bestätigt mein Gefühl, das wir Männer hier noch etwas Nachholbedarf haben. Das gilt auch für mich.

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Das männliche Prinzip

Hui, jetzt lehne ich mich mal weit aus dem Fenster. Und sichere mich gleich mit einem Disclaimer ab: folgende Ausführungen sind meine aktuellen Gedanken zu diesem grossen Thema und erheben keinen Anspruch auf mehr. Aber mit meiner Entscheidung, mich öffentlich in meinem Blog zu Männerthemen zu äussern, habe ich diesen Weg nun eingeschlagen. Also, wie sehe ich das männliche Prinzip? Welches ist die Rolle des Mannes in unserer Welt, beziehungsweise in einer neuen Welt? Weiterlesen

Du hast die Wahl!

Alles sei vorherbestimmt, ist eine gängige Meinung in spirituellen Kreisen. Egal, was ich tue, es entspricht einem grossen Plan. Ich möchte dem ein anderes Prinzip entgegenhalten, das für mich besser stimmt: Nichts geschieht zufällig und alles, was geschieht, dient unserer inneren Entwicklung (man könnte auch sagen: Heilung).
Wenn ich davon ausgehe, das alles vorbestimmt ist, habe ich keine Wahl. Ich spule quasi mein Programm ab, würde meine mir zugedachte Rolle spielen. Ich glaube aber, dass das bewusste Wählen den tieferen Sinn unserer Existenz ausmacht. Weiterlesen

Ich liebe, also bin ich.

Heute ist mir während der Meditation dieser Gedanke gekommen: ich liebe, also bin ich. Und dieser Gedanke gefiel mir: Wir ersetzen das Denken durch Lieben und korrigieren diesen Irrtum von Descartes, der den Verstand mit Bewusstsein gleichgesetzt hat. Lassen wir uns nicht mehr vom Verstand sondern vom Herzen leiten! Weiterlesen

Loslassen – wie geht das?

Loslassen ist zweifellos ein grosses Thema. Am Anfang meines Wegs habe ich mir unter loslassen vorgestellt, man müsse Dinge, Emotionen oder Beziehungen loswerden, abstossen. Ich verband es mit einer Aktivität, um unliebsame Aspekte abzuschütteln. So ungefähr jedenfalls. Später kam ich zur Einsicht, dass loslassen genau umgekehrt bedeutet, dass man etwas annimmt. Also nicht negieren, sondern bejahen. Ich zitiere hier wieder aus David R. Hawkins Buch „Loslassen“. Er schreibt (S.296 in der englischen E-Book-Ausgabe): Weiterlesen

Männer, es ist Zeit…

In letzter Zeit passiert es immer häufiger, dass ich von Personen, die ich mehr oder weniger gut kenne, auf spirituelle Themen angesprochen werde. Oder ich nehme es zumindest so wahr – vielleicht bin ich auch einfach hellhöriger für solche Fragen geworden. Was mir auch auffällt: es sind fast immer Frauen, die von ihrer Yogastunde oder von Meditation sprechen. Neulich war ich auf einer Konferenz an einem Festessen, und es stellte sich heraus, dass an unserem Tisch mit 10 Personen fünf Frauen regelmässig Yoga praktizierten, plus ein Mann der Meditation praktiziert. An einem anderen Treffen erzählt mir eine Frau, mit der ich beruflich zu tun habe, von ihrer Yoga-Übung vom Morgen. Ihre Lehrerin habe ihr gesagt, sie solle sich mit dem ganzen Raum, dann mit der ganzen Stadt und schliesslich mit dem ganzen Land verbinden und auf ihrer Haut fühlen – und es sei gelungen. Jetzt denke ich wohl, sie sei esoterisch, entschuldigte sie sich. Ich sagte ihr dann, dass das für mich nicht fremd sei. Weiterlesen

Männer als Opfer? Nein danke!

Dieser Tage habe ich gerade zwei Berichte/Interviews mit Psychologen/Therapeuten gelesen, die sich zum Thema Männer und ihre Rollen geäussert haben. Im einen Beitrag im Tages-Anzeiger (Zürich/Schweiz) meint der Psychoanalytiker Alain Valterio, Väter müssten ihren Platz wieder neu finden und sich von den Kindern distanzieren. Ich verstehe seine Aussagen im Interview so, dass die Väter sich zu sehr an den Wünschen der Mütter orientierten und die Kinder zu sehr ins Zentrum ihres Lebens stellten. Der Vater solle der grossende Schweigende sein, heisst der Titel seines Buches. Ich höre hier das Klagen eines unzufriedenen Mannes, der die Gesellschaft und die Frauen (die Mütter) für die fehlerhafte Entwicklung verantwortlich macht. Weiterlesen

Erwartungen und Enttäuschungen

In Partnerschaften sind Erwartungen eine sichere Quelle für Enttäuschung, Wut oder Frustration. Mit Erwartungen setzen wir unsere Partner unter Druck, schränken ihre Freiheit ein – und sie reagieren dann eben nicht wie erwartet. Ich erinnere mich noch gut an solche Situationen: ich hatte an einem Wochenende, als meine damalige Frau in einem Seminar weg war, das Haus und die Kinder gehütet. Ich wollte es richtig gut machen – um dann gelobt und belohnt zu werden.

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Bewusstsein im Beruf – geht das?

Das Thema Bewusstsein im Beruf wird mich bestimmt noch öfters beschäftigen. Das ist (nicht nur) für Männer ein zentraler Aspekt. Ich erinnere mich, wie ich meine Frau bat, auf mich zu warten. Sie war auf dem Weg zu sich selbst und hatte sich offensichtlich verändert. Ich dachte, dass es für mich momentan nicht möglich sei, neben allen beruflichen und familiären Verpflichtungen mich intensiv meiner inneren Entwicklung zu widmen. Ich konnte es mir doch nicht leisten, mich regelmässig ruhig hinzusetzen, zu meditieren und in meiner Freizeit Kurse oder Retreats zu besuchen! Ich hatte einen verantwortungsvollen Job und war schliesslich der Ernährer der Familie! Kommt dir das bekannt vor? Weiterlesen