Das Licht der Welt

Ein Beitrag zur Weihnachtszeit – und als Antwort auf den Kommentar im Blog, in dem ich gefragt wurde, was mir diese heiligen Tage bedeuten. „Ich bin das Licht der Welt“, sagt Jesus (Johannes 8,12). Für mich heisst das entsprechend, dass dies für alle Menschen gilt, die sich auf dem Weg des höheren Bewusstseins befinden. Es ist unsere Aufgabe und Bestimmung, das göttliche Licht des Bewusstseins auf die Erde zu bringen. Was heisst das konkret für dich und mich?

Ich höre oft, dass wir in einer Zeit leben, da es viel einfacher geworden ist, das höhere Bewusstsein zu entdecken und danach zu leben. Früher war dies einzelnen Menschen möglich, die als Vorbereiter gewirkt und uns den Weg vorgezeichnet haben, den wir gehen dürfen. Zu Lebzeiten wurden diese erleuchteten Menschen meistens missverstanden. Was sie vorlebten, wurde verklärt, verdreht und in den Dienst der Macht gestellt. Die institutionalisierte Religion war dann eher eine schlechte Karikatur der ursprünglichen Lehren der Stifter. Später wurde das Wissen in geschlossenen Kreisen weitergegeben – nicht zuletzt, da es lebensgefährlich war, die entsprechenden Weisheiten öffentlich zu äussern. IMG_7056.jpg

Heute haben wir das Privileg, dass wir uns offen äussern dürfen. Wir sind nicht Tag und Nacht damit beschäftigt, unser nacktes Überleben zu sichern. Neben der Arbeit für unseren Lebensunterhalt haben wir freie Zeit, die wir anders nutzen können. Wir haben die Wahl, im aussen materiellen Dingen nachzurennen oder uns unserer inneren Entwicklung zu widmen. Natürlich ist die Zeit relativ, und wir haben eigentlich in jeder Situation diese Wahl. Und es gibt ja durchaus Naturvölker oder materiell arme Menschen, die Zugang zu einem höheren Bewusstsein haben.

Langsam taste ich mich zu dem vor, was ich eigentlich ansprechen will: was können wir tun, um selbst dieses Licht der Welt zu sein? Ich glaube, dass es ganz wichtig ist, dass wir dies in jeder Situation und in allen Lebensumständen sein können. Wir müssen nicht zuerst etwas erreichen. Wir können jetzt (und immer nur jetzt) unser Licht fühlen und aus dieser Haltung heraus handeln. Dies ist für mich der tiefere Sinn der Weihnachtsbotschaft: wir können das Jesusbewusstsein (das auch das Buddha-Bewusstsein ist) in uns auf die Welt bringen. Dieses Licht ist in uns Menschen – es gibt nichts im aussen zu suchen. Äussere Umstände können uns aber sehr handfeste Hinweise darauf geben, wie wir das Licht entdecken können. Was uns im Aussen verletzt, ärgert, traurig macht, dient genau diesem Zweck.

Wenn wir dieses Licht in die Welt bringen wollen, dann müssen wir nichts anderes tun, als jede Handlung aus diesem Bewusstsein fliessen zu lassen. Es ist dann völlig egal, was wir tun. Ob wir die Strasse wischen, Menschen im Restaurant bedienen, Rechnungen kontrollieren, Schrauben abpacken, Studierende oder Schüler unterrichten oder ein Unternehmen managen – es kommt nur auf die Haltung an. Also, spüre das Licht in dir. Fühle das „Ich-Bin“ als höheres Bewusstsein. Und handle aus dem Herzen heraus. Dann bringst du das Licht in diese Welt. Darum geht es!

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