Trennen und spalten

Ich beobachte in jüngster Zeit – also in der Corona-Zeit, wie wir Menschen uns wie selbstverständlich trennen und spalten. In den Medien, vor allem den sozialen Medien, nehme ich wahr, wie wir uns in zwei Lager trennen. Das scheint einem menschlichen Bedürfnis zu entsprechen, und ich möchte heute diese Tendenz zur Trennung und Spaltung betrachten. Weiterlesen

Erst prüfen, dann teilen

Ich nehme immer häufiger eine schiere Verzweiflung über die aktuelle Situation wahr. Ich rede von der COVID-19 Pandemie und den Massnahmen der Behörden. Manchmal fühle ich echt mit, vor allem mit Menschen, die unter den Einschränkungen wirklich leiden. Da gibt es ganz viele Aspekte, die echt himmeltraurig sind. Und ich ziehe daraus für mich meine Lehren. So ist mir ganz deutlich vor Augen geführt worden, dass ich mir mein Selbstbestimmungsrecht auch als Senior nicht nehmen lassen werde. Ich werde alle Vorkehrungen treffen, damit ich nicht eines Tages in einem Heim weggesperrt werde und womöglich auf einer Intensivstation intubiert röchelnd alleine ohne meine Angehörigen sterben muss. Das ist ein grosses Thema für mich und für unsere Gesellschaft. Das Selbstbestimmungsrecht über unseren Körper, unsere Gesundheit und unser Sterben. Wenn das nicht eine wertvolle Lehre ist, die uns Corona vermittelt! Weiterlesen

Trau dich!

Im Tages-Anzeiger habe ich ein Interview mit Thomas Meyer gelesen, der an einem Buch mit dem Arbeitstitel „Trennt euch!“ arbeitet und meint, dass die meisten Paare nur aus Feigheit zusammenblieben und es für alle besser wäre, wenn sie sich trennen würden. Ich möchte diesen Gedanken aufgreifen und ihn weiterführen: denn eigentlich geht es darum, dass man den Mut findet, etwas Neues zu beginnen. Deshalb sage ich: Trau dich! Weiterlesen

Bedürftigkeit

In einem spannenden Interview im Tages-Anzeiger sagt Domina Karolina Leppert, dass die Männer bedürftig seien und sich selbst klein machten. „Er ist bedürftig, er weiss es nur nicht.“ Sie bezieht sich hier auf die konkrete Situation, wenn der Mann seine Dominanzwünsche bei einer Prostituierten auslebt. Aber ich finde, sie spricht hier etwas sehr Grundsätzliches an, das nicht nur in dieser speziellen Situation zum Ausdruck kommt. Wir (Männer) sind bedürftig, aber wir wissen es nicht. Und wir machen uns dadurch klein.

Weiterlesen