Männer als Opfer? Nein danke!

Dieser Tage habe ich gerade zwei Berichte/Interviews mit Psychologen/Therapeuten gelesen, die sich zum Thema Männer und ihre Rollen geäussert haben. Im einen Beitrag im Tages-Anzeiger (Zürich/Schweiz) meint der Psychoanalytiker Alain Valterio, Väter müssten ihren Platz wieder neu finden und sich von den Kindern distanzieren. Ich verstehe seine Aussagen im Interview so, dass die Väter sich zu sehr an den Wünschen der Mütter orientierten und die Kinder zu sehr ins Zentrum ihres Lebens stellten. Der Vater solle der grossende Schweigende sein, heisst der Titel seines Buches. Ich höre hier das Klagen eines unzufriedenen Mannes, der die Gesellschaft und die Frauen (die Mütter) für die fehlerhafte Entwicklung verantwortlich macht. Weiterlesen

Erwartungen und Enttäuschungen

In Partnerschaften sind Erwartungen eine sichere Quelle für Enttäuschung, Wut oder Frustration. Mit Erwartungen setzen wir unsere Partner unter Druck, schränken ihre Freiheit ein – und sie reagieren dann eben nicht wie erwartet. Ich erinnere mich noch gut an solche Situationen: ich hatte an einem Wochenende, als meine damalige Frau in einem Seminar weg war, das Haus und die Kinder gehütet. Ich wollte es richtig gut machen – um dann gelobt und belohnt zu werden.

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Festhalten aus Angst vor Verlust

Zum Thema Festhalten und Klammern habe ich gerade eine Textstelle bei David R. Hawkins, Letting Go: The Patchway of Surrender, Kapitel 5, Abschnitt 3 gelesen (sorry, ich lese das E-Book, und da gibt es keine Seitenzahlen…):

Because of the nature of attachment, the first state preceding the actual experiencing of loss is that of fear of loss. This is usually defended in one of two ways. One is to increase the intensity of the attachment by ever- persistent attempts to strengthen the bonds. This approach is based on the fantasy that “the greater the bond, the less likelihood of loss.”

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Getrennte oder gemeinsame Wege gehen?

Wenn wir in einer Partnerschaft leben, in der einer der beiden Partner sich von alten Mustern löst und sich neu orientiert, können grosse Spannungen entstehen. Ich habe es so erlebt. Als ich merkte, dass sich meine Partnerin löst und ausserhalb unserer bisherigen Lebenssituation orientierte, hat mich das stark verunsichert. Ja, es hat tiefe Ängste in mir ausgelöst: Angst vor Verlust, Angst nicht geliebt zu werden, Angst vor Trennung. Heute kann ich darüber lächeln. Aber damals war für mich die Vorstellung einer Trennung nach xx-Jahren Ehe und Partnerschaft die absolute Horrorvorstellung. Ich würde alles verlieren, was mir etwas bedeutet, war meine Vorstellung. Weiterlesen

Start in ein Abenteuer

Seit einigen Jahren (genau genommen seit August 2011) bin ich bewusst auf diesem Weg. Ich ahnte damals schon, dass die Söhne Mannheims wohl Recht hatten: „dieser Weg wird kein leichter sein. Dieser Weg ist steinig und lang.“ Als ich den Song im September 2011 auf der Terrasse eines Bergrestaurants hörte, liefen mir die Tränen nur so runter. Die schöne und etwas traurige Wahrheit berührte mich sehr. Weiterlesen